Facebook-Chef Mark Zuckerberg greift Apple-CEO an

6. Dezember 2014
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In einem Interview hat Mark Zuckerberg betont, werbefinanzierte Dienste machten Kunden nicht zum Produkt, wie von Tim Cook behauptet. Diese Auffassung sei „lächerlich“ und Apples Hardware „zu teuer“.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat in einem Gespräch mit dem US-Wochenmagazin Time auf Apples aktuelle Datenschutzinitiative reagiert. Apple-CEO Tim Cook hatte im Herbst gesagt, bei kostenlosen werbefinanzierten Diensten seien letztlich die Kunden das Produkt, doch bei Apple sei das ganz anders. „Unser Geschäft beruht nicht darauf, Informationen über Sie zu haben. Sie sind nicht unser Produkt.“

Zuckerberg sagte, ihn frustriere, dass „viele Leute“ zunehmend Werbegeschäftsmodelle als nicht mit den Kunden in Übereinstimmung betrachteten. „Ich denke, dass ist die lächerlichste Vorstellung. Denken Sie, weil Sie Apple etwas zahlen, sind sie plötzlich mit denen in Übereinstimmung? Wenn das so wäre, würde Apple seine Produkt viel billiger machen“, wetterte der Facebook-Chef.

Facebooks Idee sei es, „jeden Menschen auf der ganzen Welt zu vernetzen“. „Man macht das nicht, indem man einen Dienst hat, den die Leute bezahlen müssen.“ Als der Time-Journalist nachhakte, ob die Menschen nicht mit ihren persönlichen Daten statt mit Geld bezahlten, wurde er von einem Facebook-PR-Berater ausgebremst.

Apple trommelt schon seit mehreren Monaten für seine Datenschutzinitiative. So hatte das Unternehmen mit iOS 8 Möglichkeiten gekappt, auf Daten von verschlüsselten iPhones und iPads zuzugreifen, was wiederum zu schweren Streitigkeiten mit dem US-Justizministerium und dem FBI führte. (bsc)

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